Aktuelles

Termine

Jeden ersten Montag im Monat

Praktiker Treffen für Interessierte und Landwirte  je nach Jahreszeit und Interesse Felder Begehung Vorführung Werkstadt und Produktion

Eine Anmeldung ist erforderlich um je nach  Interesse der Teilnehmer den Nachmittag oder Abend zu gestalten.

 Anmelden unter Kontakt

oder null1717772042

 

3 Arten wie man wichtige Energie und Nährstoffe verliert und 

warum Biogas trotzdem funktioniert..

 

Holzkohlegewinnung in Afrika: eine Katstrophe!

 

Hier wird Holzkohle gemacht um einen leicht entzündlichen Brennstoff mit hoher Energiedichte zu haben der weitestgehend ohne Emissionen abbrennt .
Ein Teil der Ausgangsenergie wurde jedoch vorher als Holzgas in die Atmosphäre abgegeben. Sämtliche Bestandteile sind klimaschädlich!

In unseren Breiten Holzkohle zur Bodenverbesserung zu produziert kann ich überhaupt nicht verstehen.

 

Kompost Der Abfallbearbeitungswahn


Doch was machen wir in unseren Kompostwerken, wie gehen wir mit unseren organischen Abfällen um? Auch wir betreiben einen Abbau der organischen Substanz - mit dem Ergebnis das der leichtlösliche Kohlenstoff in Form von Co2 entweicht, ohne dass er einen Nutzen bringt.


Wenn die gleiche organische Masse im Boden zersetzt wird, sind ganz andere Bakteriengesellschaften beteiligt - bzw beziehen ihre Energie die sie benötigen aus dem Abbau dieser vor allem leicht abbaubaren organischen Substanz.

Die Bakteriengesellschaften im Boden richten sich nach den Verhältnissen die für den Boden  und ein Wachstum erforderlich sind.

Mal werden Pflanzen unterstützt, mal wird N produziert, mal wird Phosphor aufgeschlossen usw…
Das Nächste ist, dass sie als Ausatmungsprodukt Co2 abgeben, das bei c3 Pflanzen ein Mangelnährstoff ist, was bedeutet wenn die co2 Konzentration doppelt so hoch ist haben wir eine 2mal so hohe Photosyntheseleistung.
Und wir verschwenden das co2 immer noch beim Abbau von organischer Substanz im Kompostwerk. Diesen co2 Düngeeffekt kann man am wachsenden Gründüngungsbestand beobachten sobald diese sich schließen kann, das co2 nicht mehr entweichen kann und das Wachstum explodiert. Auch die direkte Emission ist viel zu hoch.
Die Kompostbereitung ist genauso ein Verbrechen an unserem Planeten wie die Holzkohlegewinnung.

 

Biogas
Eine weitere Art wie dem Boden die leicht lösliche Kohlenstoff Energie entzogen wird ist die Biogasgewinnung - im Prinzip das Gleiche. Hier wird auch eine Fütterung des Bodenlebens mit Kohlenstoff unterbunden, indem dieser leichtlösliche Kohlenstoff in ch4 umgewandelt wird und dann energetisch verwertet wird. Warum es trotzdem funktioniert ist zum einen ein angemessener Kleegrasanteil der schon viel im Boden lässt, sowie eine schöne Struktur. Zum anderen gibt es kaum Verluste, so dass der Stickstoff aus der Biogasgülle voll ertragswirksam wirkt. Der höhere Ertrag bringt dann mehr Ernterückstände und mehr Assimilate die an die Bodenbiologie abgegeben werden. Bei Mais wird 40% der Assimilate an den Boden abgegeben, um das Bodenleben in der Nähe der Maiswurzel zu füttern.

 

Organische Substabstanz richtig verwerten
 Das waren jetzt Beispiele die nicht wirklich zielführend sind, aber wie kann man das besser machen?
Auf alle Fälle keine organische Substanz unnötig abfahren, falls es nötig ist abzufahren, dann muss man anschliessend konservieren - entweder durch Trocknung (siehe Stroh) und dann wieder in die Erdbeeren einbringe, oder die Gewinnung von Silage in mehr oder weniger perfekter Form. Heutzutage ist es kein Problem organische Substanz durch zerkleinern, hächseln oder durch Bergung mit dem Kurzschnittladewagen in eine Form zu bringen in der man die OS milchsauer konservieren kann. Je höher die TS dabei ist, umso geringer ist der gasförmige Verlust beim ausbringen.

 

 Eine Einarbeitung nach dem ausbringen ist sicher vorteilhaft auch ein ausbringen in einen wachsenden  Gründüngungsbestand wäre gut, oder als Mulch in Kartoffel, Kürbis oder Getreide.

Der Vorteil bei diesem Verfahren ist, dass das Mulchmaterial hügenisiert wird, es ist anschliessend frei von keimfähigen Samen und frei von Schadinsekten, wie Trips oder Kellerasseln. Auch einige Pilz Erreger dürften im Silagehaufen kaputt gehen.

Bei Recherchen im Internet traf ich auf eine weitere Variante - dort wird auch zerkleinert und verdichtet - es nennt sich Hydrothermale Carbonisierung. Bei diesem Verfahren geschieht ein durch die Verdichtung nur mässiger Abbau, der zu einem moderaten Temperaturanstieg führt. Es kann aus so einem Meiler auch Wärme entnommen werden.
So, und damit wären wir bei einem der Grundsätzen der Begründer des organisch biologischen Anbaus, der Flächenkompostierung.

 

 

 

 

 

 

  
Vorteile und Mechanismen der Dammkultur


-Anregen des bodenbiologischen Gareaufbaus
-Wasserfilitration
-Wasserspeicher durch hacken während der Kultur
-Humusab- bzw aufbau durch die biologische Aktivierung,

wird momentan organische Substanz abgebaut wird das wett gemacht durch besseres Wachstum, zum einen erhöht sich die Menge an Assimilaten die an das Bodenleben abgegeben wird - bei Mais 44% der Photosyntheseleistung - zum anderen erhöht sich die Gesamtpflanzenmasse, was zu mehr Ertrag und zu mehr Ernterückständen führt.
Um in der Bodenfruchtbarkeit wirklich vorranzukommen muss aber jede Möglichkeit der Gründüngung genutzt werden und jedes dritte Jahr für den Boden sein,
oder jedes vierte Jahr im Fall von gelungenen Untersaaten. Vor allem im  Mais oder Soja. Auch sollte vor Mais immer eine Wintergründüngung stehen.

Gründüngung Untersaat Fruchtfolge einige Ideen

Ein weiteres Experimentierfeld ist das gleichzeitige wachsen von der Getreidekultur und Pflanzen, deren Samen nach der Getreideernte als Gründüngungsaatgut dienen.
Das funktioniert bei mir bisher mit Inkarnatklee. Davon werden 4kg mit WG oder Roggen mit gesäht. Bei der Ernte werden die reifen Samen mit dem Mähdrescher gleichmässig verteilt (Wind auf). Anschliessend eingegrubbert - fertig ist die Gründüngung.
Das könnte auch mit Alexandrinerklee, Weidelgras und ? funktionieren.


Ein weiterer Tipp ist die Verwendung von Roggen und Wintergerste. Am Besten gemischt mit Inkarnatklee als Untersaat. Vor allem im Mais oder Soya, aber auch in manchem Gemüse entscheidend, ist der günstige Preis und das tolle Wurzelwerk das diese Pflanzen machen, die immer in dem Bestockungsstadium bleiben mangels Kältereiz.
Um den Bodenaufbau noch billiger zu machen kann man Wintergerste und Inkarnatklee zusammen anbauen. Gemeinsam dreschen (wenig Wind), anschliessend das Gemenge dreschen und dieses Gemenge als Gründüngungs- bzw als Untersaatsaatgut verwenden.
Weitere interessante Pflanzen sind Winter oder Zottelwicken, jedoch im Speisegetreidebetrieb problematisch wegen der Durchwuchsgefahr.

Alternativen zum Bodenaufbau mit Kleegras, vor allem bei Problemfeldern

1. Erbsen arvika mit Hafer spät im Frühjahr nach Lockerung mit dem Hakenpflug. Je nach Bodenfeuchte April bis Ende Mai das ganze aufwachsen lassen bis zur Körnerreife. Von Erbsen und Hafer und guten Bodenfeuchtebedingungen - dann mulchen  und mit dem Hakenpflug noch einmal lockern, wenn es zu Blockaden kommt hilft die Kreiselegge (ganz flach), sie macht kleine Stränge aus dem organischem Material anschliessend ist es kein Problem zu lockern, dabei muss man sich beeilen, damit die Samen von Erbsen und Hafer wieder aufgehen und bei der ganzen Prozedur nicht kaputt gehen. Nun kann das Ganze bis in den Herbst wachsen, man kann das Ganze auch noch mit Phazelia und Sonnenblumen und Hirse aufpeppen.

2. genauso kann auch mit einem reifen Bestand von Wickroggen verfahren werden, auch ein Wintererbsengemenge mit Tritikale ist denkbar.
Anschliessend nach einem Einarbeiten des 2. Aufwuchses im Frühjahr, dürfte eine schöne Mais oder Kartoffelkultur gelingen und man hat  seinem

Boden was gutes angedeihen lassen mit dem Vorteil, den Disteln wirklich mal gezeigt zuhaben wer der Herr ist.

3. Winterwicken mit Roggen Tritikale vor der Kornreife mulchen, lockern und anschliessend eine Hülsenfruchtgemenge Gründüngung sähen. Problem – Saatgutkosten. Und das Mulchen ist im grünen Zustand sehr kraftaufwendig.

4. Winterwicken mit Wintergetreide evtl Wintergerste wachsen lassen, bis das Gemenge durch die Reife von der Wintergerste einen niedrigeren TS Gehalt bekommt, so dass es silierfähig ist.

Dann mit einem Direktschneidwerk mähen und hächseln. Die Hächselmasse silieren mit oder ohne perfekter Abdeckung und dann als Transferdünger evtl im nächsten Jahr verwenden. Auf dieser Fläche kann dann noch eine Spätkultur angebaut werden, oder nach Lockerung ein Hülsenfruchtgemenge zur weiteren Bodenverbesserung. Vorteil, das Mulchen wird vom Hächsler erledigt und schont somit den eigenen Traktor und das Mulchgerät. Das Ganze ist in sehr kurzer Zeit erledigt und man kann sofort ohne Behinderung durch Mulchmaterial mit der Bestellung beginnen.

5. Wintergerste mit Inkarnatklee gemeinsam dreschen (wenig Wind), trennen, lockern, ansähen